Sonntag, 29. April 2007

20. April: Social Software und Web 2.0 - Ein Dreiakter

1. Akt - Im Schnellzug durch das Web 2.0
Zu Beginn der Vorlesung gab uns Florian Heidecke eine Einführung in die Möglichkeiten der
social software und des Web 2.0 mit einer Vertiefung in Wikis und Blogs.
Am Anfang seiner Ausführungen stand die Unterscheidung zwischen Wissens- und Informationsarbeiter. Erstere beschäftigen sich damit, Informationen zu sammeln, zu verknüpfen und schlussendlich weiter zu verbreiten. Bei jedem dieser Arbeitsschritte stehen dem Wissensarbeiter Informations- und Kommunikationstechnologien zur Verfügung. Bei der Informationssuche sind diese beispielsweise Suchmaschinen, RSS-Feeds oder Portale. Beim Verknüpfen und Teilen helfen verschiedene Tools wie Datenbanken, Networkingtools und eben Wikis oder Blogs.
Anschliessend wurden uns der Begriff des
Web 2.0 erklärt. Betont wurde insbesondere dessen Eigendynamik und die Gestaltung durch die Nutzer selber. Es wurde aber auch anschaulich dargestellt, dass man im Dschungel der Social Software leicht die Orientierung verlieren kann. Beispielhaft wurden einige Tools aus den Bereichen des Social Networking, Social Bookmarking, Social Tagging und der Newsaggregation vorgestellt. Anhand des wohl bekanntesten Wikis, der Wikipedia, lernten wir mehr über den Nutzen von Wikis.
Überleitend zum 2. Akt erhielten wir eine kurze Einführung in die Welt der Blogs, in welche wir noch am selben Nachmittag eintauchen sollten.

2. Akt - Me Tarzan, you Blog
Wie ein Affenmensch bei seiner ersten Begegnung mit Fremden kam ich mir vor, als mein neu geschaffener Blog auf dem Bildschirm flimmerte. Auch wenn es keine Liebe auf den ersten Blick war, war ich doch neugierig, was ich mit meinem Blog alles anstellen könnte. Den Rest der Vorlesung verbrachte ich also damit, mich durch das Blogtool zu klicken und ein bisschen alles zu probieren, was mir gerade nützlich erschien.

3. Akt - Spieglein, Spieglein an der Wand...
Zu guter Letzt, die Reflexion:
Der erste Teil der Vorlesung (also der 1. Akt) erschien mir häufig etwas theoretisch. Wie es bei theoretischen Abhandlungen oft vorkommt, werden Anwendungen ausführlich erklärt, die praktisch von selbst so benutzt werden. Von welcher praktischen Relevanz ist etwa die Unterscheidung zwischen Wissens- und Informationsarbeiter? Interessant hingegen fand ich den Hinweis auf die Newsaggregatoren. Deren Potential ist erkennbar, auch wenn ich sie derzeit noch nicht benötige. Die Einführung in die Wikis war bestimmt sinnvoll, für mich aber nichts neues, da ich Wikis schon seit geraumer Zeit verwende.
Generell interessanter fand ich den praktischen Teil, also das Erstellen des Blogs und das Einarbeiten in das Blogtool. Dennoch gibt es noch viel zu lernen, was allerdings nach dem alten Grundsatz "learning by doing" wohl am besten geht.
Eine wesentliche Voraussetzung für den Gebrauch eines solchen Tools im Alltag ist der lockere Umgang. Erst wenn man mit einem Tool ohne Probleme umgehen kann, zieht man es im Alltag zur Problemlösung in Betracht. Und erst wenn man die Funktionen eines Tools kennt, kann man auch abschätzen, wofür man es effektiv gebrauchen kann. Es wäre für mich deshalb noch etwas früh, beurteilen zu wollen, wie hilfreich mir Blogtools werden könnten. Eine solche Einschätzung werde ich erst im späteren Verlauf des "Probebloggens" wagen.

1 Kommentar:

Prof. Dr. Andrea Back hat gesagt…

Für einen "Affenmenschen" (wie Sie selbst schreiben :-)) ) ein super Start in die Praxis des Bloggens. Mir gefällt besonders die persönliche Note, durch Ihre kreative Art des schriftlichen Ausdrucks. Besonders blog-geeignet finde ich auch, dass Sie die AHA-Erlebnisse mit uns teilen, d.h. die anderen können durch das Lesen des Blogs etwas nützliches lernen.
Nun - auch Sie können noch dazu lernen. Lesen Sie nochmal meine Anleitung für Blogbeiträge, was alles Qualitätskriterien sind. Nur zwei Dinge hier: Sie nutzen Links, um Fachwort-Erläuterungen über Wikipedia zu verknüpfen. Dort sind zwar auch weiterführende Materialien - aber auch Sie können Interessantes recherchieren und andere Inhalte, als Lexikoneinträge verlinken und mit einer Wertung von sich selbst versehen. Auch Links zu Gedanken in anderen Blogbeiträgen von Mitstudierenden sind ein weiterer Entwicklungsschritt - die Vernetzung der Lerntagebücher ist ein Element, das mit "normalen" Lerntagebüchern so nicht geht.
Sie verbinden kurze Wiederholung des Stoffs mit eigener Meinung; das ist genau was ich anstrebe. Wenn Sie schreiben, von welcher praktischer Relevanz denn der Unterschied zwischen Informations- und Wissensarbeiter sei, dann wäre (für eine vorbildliche Leistung) angebracht, bei der Frage nicht stehen zu bleiben, sondern weiter laut zu denken. Was vermuten Sie? Schreiben Sie es. Was sagen andere darüber? Recherchieren Sie nach diesen Begriffen. Im Web findet man auch kurze Artikel von Wissenschaftlern und Fachleuten zu diesem Thema. Es gibt Antworten, deren viele ... Weiter viel Freude an den Lernerfahrungen.