Montag, 23. Juli 2007

29. Juni - Präsentation

Für die letzten drei Gruppen war am 29. Juni der Ernstfall angesagt. Und die Woche davor sorgte dafür, dass es kein Zuckerschlecken werden würde. Denn da kam alles auf einmal. Zuerst fiel Robert mehr oder weniger unerwartet aus, da er nicht mit Sicherheit sagen konnte, ob er im Militär Urlaub erhalten würde. Also setzten Maximilian und ich uns am Mittwoch zusammen, um die Präsentation "kurz" vorzubereiten. Dabei mussten wir feststellen, dass das Erstellen einer Webkonferenz eine relativ zeitintensive Arbeit ist. Schlussendlich waren wir aber mit dem Ergebnis zufrieden und nahmen uns vor, uns noch gründlich vorzubereiten.
Am Freitag schliesslich kam die Stunde der Wahrheit. Maximilian führte die wenigen verbliebenen Kommilitoninnen und Kommilitonen durch die erste Hälfte der Präsentation. Wie schon die vorhergehende Gruppe zeigte die Technik ihre Tücken und das Mikrophon sorgte dafür, dass bestimmt keiner einen Gehörschaden davonträgt.
Die zweite Hälfte war dann meine Aufgabe. Aufgrund zahlreicher schlechter Erfahrungen mit "Schultechnik" hatte ich mein eigenes Material mitgenommen, welches mich auch nicht im Stich liess. Ebenso zuverlässig halfen mir meine rund drei Seiten Spickzettel. Grosser Vorteil bei Webkonferenzen, man muss nicht frei reden...es muss einfach frei klingen. Apropos reden: Nach kurzer Gewöhnungszeit vergass ich beinahe, dass ich gerade eine benotete Präsentation hielt. Vielmehr erinnerte mich das ganze als ein übliches Skype-Gespräch. Mit dem wachsenden Behagen entwickelte die Präsentation eine gewisse Spannung. Jedenfalls eine genügend grosse, um bei den zahlreichen Interaktionselementen trotz laufendem America's Cup rege Rückmeldung zu erhalten.
Was nehme ich von dieser Praxiserfahrung mit? Erstens, die Vorbereitung. Ein ausführlicher Leitfaden kann helfen, den Faden nicht zu verlieren. Solange man aber nicht stolpert, gilt, was auch bei normalen Präsentationen gilt; frei Reden hält die Präsentation lebendig. Zweitens, traue keinem, schon gar nicht fremder Technik. Wenn bei einer herkömmlichen Präsentation der Beamer ausfällt, kann man immer noch ohne Visualisierungen weitermachen. Bei Webkonferenzen ist im Falle eines Technikausfalles aus die Maus. Drittens, immer die Fassung behalten, auch wenn mal etwas schief läuft. In der Tat hatte sich eine Folie verirrt und als ich gemerkt hatte, dass die Folie ja doch da ist, war es zu spät, um sie noch zu bringen. Dann einfach weiter machen, als wäre nichts gewesen und keiner hat etwas gemerkt.

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